TeleSUR -- Kritik an Rückkehr von Honduras in OAS

Aufhebung der Sanktionen gegen das De-facto-Regime trifft auf Kritik an der Basis. Putschisten weiter im Amt

Auch nach der Rückkehr von Honduras in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) behalten Basisbewegungen und demokratische Kräfte in dem mittelamerikanischen Land ihrer Kritik an diesem Schritt bei.

Unser Video zeigt Mitglieder der Organisation "Feministinnen gegen den Staatsstreich", die vor dem Sitz der OAS in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa gegen andauernde Gewalt und Menschenrechtsverletzungen protestieren. Der Dachverband der Indigenenorganisationen von Honduras, COPINH, warf der OAS indes vor, Staatsstreiche durch die Wiederaufnahme des Landes zu legalisieren.

Die multilaterale Organisation habe die Suspendierung von Honduras aufgehoben, obgleich führende Putschisten weiter hohe Posten bekleiden, kritisierte die Generalversammlung der COPINH in einem Kommuniqué vom Mittwoch (siehe Anhang zu dieser Meldung). Beispiele dafür seien die Generäle Romeo Vásquez Velásquez und Venancio Cervantes sowie die Politiker Vilma Morales und Arturo Corrales Álvarez, die Posten im Kabinett der De-facto-Regierung von Staatschef Porfirio Lobo bekleiden. Dies belege, "dass sich der Staatsstreich fortsetzt", heißt es in der Erklärung.

In Honduras war Ende Juni 2009 die letzte demokratisch gewählte Regierung gestürzt worden, der damalige Präsident Manuel Zelaya wurde gewaltsam außer Landes geschafft. Auf Basis eines "Versöhnungsabkommens" konnte Zelaya vor wenigen Tagen nach Honduras zurückkehren. Die OAS nahm die Ausschlussentscheidung für Honduras daraufhin zurück.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage in Honduras finden sich auf unserer Partnerseite amerika21.de

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