Dossier

Wohin treibt Syrien?

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Video:Russia Today (RT)
Länge:00:05:08
Untertitel: Doris Pumphrey, weltnetz.tv
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Die Glaubwürdigkeit des UNO-Berichts über den Giftgasangriff in Ghouta wird durch Widersprüche bei den Proben in Frage gestellt. Ein Beitrag von Russia Today (RT) vom 04. Oktober 2013. 

„Die Inspekteure waren an verschiedenen Orten im Gebiet Ghouta, wo diese schrecklichen Videos entstanden von toten Kindern und Leichen. An einem Ort blieben sie zirka 2 Stunden, an einem anderen zirka 5 Stunden. Sie sammelten Proben, Umweltproben, Stoffe, Textilien etc. Sie befragten Überlebende und nahmen von ihnen Blutproben. Das größte Problem dabei: In keiner einzigen Umweltprobe aus West-Ghouta wurde Sarin nachgewiesen, aber eigenartigerweise in allen Überlebenden!“ (Oksana Boyko, RT)

Originalvideo: http://www.youtube.com/watch?v=64DQNASXZWw

Für das Transkript in deutscher Übersetzung bitte auf „mehr“ klicken:

Glaubwürdigkeit des UNO-Berichts über den Giftgasangriff in Ghouta durch Widersprüche bei den Proben in Frage gestellt

Beitrag von Russia Today

04.10.2013

Experten der internationalen Chemiewaffenaufsicht melden ermutigende Fortschritte beim Abbau syrischer Bestände. Ein Team der Organisation für das Verbot chemischer Waffen führt mit Beamten Gespräche in Damaskus. Zuvor hatte ein UNO-Bericht den massiven Giftgaseinsatz im August bestätigt. Aber die Schlüssigkeit des Befunds wird in Frage gestellt, wie Oksana Boyko mir erklärte.

Der erste Bericht über Giftgaseinsatz kam vor ein paar Wochen. Der nächste – dann vollständige – Bericht soll am Ende des Jahres kommen.

Inspekteure behaupten, solide und wissenschaftliche Methoden zu verwenden. Aber wenn man sich den Bericht mal ansieht, dann kommen einem viele Fragen.

Die wichtigste Frage: wie zuverlässig ist die ganze Untersuchung?

Um es kurz zu erklären: Die Inspekteure waren an verschiedenen Orten im Gebiet Ghouta, wo diese schrecklichen Videos entstanden von toten Kindern und Leichen. An einem Ort blieben sie zirka 2 Stunden, an einem anderen zirka 5 Stunden.

Sie sammelten Proben, Umweltproben, Stoffe, Textilien etc. Sie befragten Überlebende und nahmen von ihnen Blutproben.

Das größte Problem dabei: In keiner einzigen Umweltprobe aus West-Ghouta wurde Sarin nachgewiesen, aber eigenartigerweise in allen Überlebenden!

Hören wir einen Ausschnitt meines Interviews mit Angela Kane, der Hohen UNO Vertreterin für Abrüstung. Das wird einiges relativieren.

„Sie haben in den Proben Sarin nachgewiesen. Aber wenn sie kein Sarin in den Umweltproben gefunden haben, dann sieht man doch, wie ehrlich die Inspekteure sind, dass sie sagen, das haben wir gefunden und das haben wir gesammelt.“

Es ist natürlich interessant, dass Frau Kane von der Ehrlichkeit der Inspekteure spricht. Wir würden vom UNO-Personal ja nichts anderes erwarten.

Wir müssen aber verstehen, was tatsächlich passiert ist.

Wann immer die Inspekteure sich frei bewegen konnten, um Proben zu sammeln, wurde in keiner Probe Sarin nachgewiesen. Aber wenn sie von Menschen, die von der Opposition ausgewählt wurden, Proben nahmen, waren die Tests immer positiv. Das ist statistisch einfach nicht möglich.

Es gibt nur zwei Erklärungen: Entweder waren die UNO-Inspekteure unfähig, wussten nicht wie man Umweltproben sammelt, oder die Opposition versuchte die Untersuchung zu beeinflussen und brachten Leute an, die wahrscheinlich an einem anderen Ort Sarin ausgesetzt waren. Sie können wählen, ob sie den UNO-Inspekteuren mehr glauben oder der Opposition.

Für mich ist sehr interessant und unerklärlich, dass die UNO-Inspekteure und der UNO-Bericht immer noch behaupten, es gäbe eindeutige und überzeugende Beweise für den Einsatz von Sarin, obwohl die Beweise weder eindeutig noch schlüssig sind.

Die Untersuchung geht ja weiter. Die Angabe zur Zahl der Todesopfer des Chemieangriffs bei Damaskus reichen von Hunderten bis zu Tausende. Haben die Inspekteure die Leichen untersucht?

Auch das ist sehr interessant. Wir erinnern uns an die Bilder der toten Kinder und Leichen. Sie waren der Hauptgrund für Präsident Obama um einen Krieg anzufangen. Er wollte Präsident Assad wegen der Tötung all dieser Menschen bestrafen.

Eigenartig ist, dass die UNO-Inspekteure nicht mal verlangt haben eine der Leichen zu sehen. Sie wollten keine Autopsie sehen, wollten nicht ins Leichenschauhaus gehen. Frau Kane hat dies so erklärt:

„Es gab so viele überlebende Opfer, deshalb auch keine Notwendigkeit, Leichen zu exhumieren und Gewebeproben zu entnehmen. Wir hatten vollständige Krankengeschichten. Die Opfer konnten uns erzählen, wie sie betroffen waren, was sie fühlten und welche Symptome sie hatten. Das ist viel stärker als Gewebeproben von Leichen.“

Soweit ich weiß, geben Autopsien eine Fülle von Informationen. Außerdem zitieren die UNO-Inspekteure viele Interviews über die Anzahl der Getöteten. Sie berichten auch von einer 40-köpfigen Familie, die in Zamalka umkam und trotzdem bemühten sie sich nicht, die Leichen zu sehen.

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