Humanitäre Krise in Griechenland

Ein Großteil der Einwohner lebt von 200€ im Monat.

01.04.2012

Video:telesur
Länge:00:01:22
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Griechenland sieht einer großen humanitären Krise entgegen. Die Finanzkrise hat zur Verschlechterung der Armutssituation geführt. Ein Großteil der Einwohner lebt von 200€ im Monat. NGOs sprechen bereits von einer humanitären Krise.

Telesur: Griechenland durchlebt eine humanitäre Krise. Die Einwohner der Hafenstadt Perama kämpfen um das Überleben der Armut:

Die lokalen Schätzungen weisen darauf hin, dass die Arbeitslosigkeit im Viertel Piräus, Athens Haupthafen, 60% der 25.000 Einwohner betrifft. Die griechische Delegation der Organisation “Ärzte der Welt” versichert, dass die Anträge auf medizinische Versorgung und Grundnahrungsmittel in den letzten Monaten gestiegen sind.

Nikitas Kanakis (Präsident der Organisation “Ärzte der Welt” in Griechenland): Sehr bald werden wir die Hilfe anderer Organisationen benötigen, denn wir erleben eine humanitäre Krise.

Telesur: Die Finanzkrise hat die Situation der Griechen nur verschärft. NGOs sprechen bereits von der humanitären Krise.

Nikitas Kanakis: Auch vor der Krise war diese Gegend arm und hatte eine hohe Arbeitslosigkeit, aber jetzt haben sie es weit schwieriger zu überleben.

Telesur: Laut Organisationen humanitärer Hilfe haben viele Ortsansässige weder eine Krankenversicherung noch das Geld, um ihre Medizin zu bezahlen und Lebensmittel zu kaufen. In Griechenland leben die meisten Einwohner von weniger als 200€ im Monat; in einer Nation, die in den nächsten Monaten zu den Wahlurnen gehen wird und drastische Einschnitte bei Gewinnen, Löhnen und Arbeitsplätzen erlebt hat.

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