Mexiko: López Obrador trennt sich von PRD

Bekanntester Oppositionspolitiker will mit neuer Bewegung "Morena" arbeiten
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Telesur
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00:02:19

Moderatorin: Der Ex-Präsidentschaftskandidat in Mexiko, Andrés Manuel López Obrador, hat seinen Austritt aus der "Progressiven Bewegung" bekanntgegeben, einem Bündnis dreier linker Parteien, darunter der PRD. López Obrador war einer der historischen Persönlichkeiten dieser sozialdemokratischen Partei. Nun ruft López Obrador zum zivilen Ungehorsam gegen die neue Regierung auf und wird dabei mit der "Morena" zusammenarbeiten, einer Basisbewegung, die demnächst zu einer neuen Partei werden könnte.

Korrespondentin: Auf dem zentralen Zócalo-Platz gab der zweimalige Kandidat López Obrador vor tausenden Anwesenden seine politischen Pläne bekannt, nachdem er der Oppositionsallianz den Rücken gekehrt hat.

López Obrador: „Ich werde mich von der "Progressiven Bewegung" lösen. Es ist kein Abbruch, sondern ein Aufbruch.“

Korrespondentin: López Obrador gehörte der PRD mehr als zwei Jahrzehnte an. Er wird sich aber nicht aus der Politik zurückziehen. Er versprach, Mexiko weiterhin mit friedlichen Mitteln und über Wahlen zu verändern.

López Obrador: „Ich respektiere andere Sichtweisen. Aber die Gewalt als politisches Mittel sehe ich nicht als Alternative an.“

Korrespondentin: López Obrador wird sich nun mit Hilfe des "Movimiento de Regeneración Nacional" betätigen. Die als "Morena" bekannte Bewegung mit rund fünf Millionen Mitgliedern hatte in den vergangenen Jahren Kontakte zu López Obrador unterhalten. In den kommenden Monaten werden die Mitglieder entscheiden, ob sich die Bewegung auch als Partei an Wahlen beteiligt.

Maria Luisa Alcalde (Morena): „Angesichts der Entscheidung des obersten Wahlgerichtshofs, den jüngsten Wahlbetrug zu akzeptieren, erklärt ‚Morena’, dass wir Enrique Peña Nieto nicht als Präsidenten von Mexiko akzeptieren.“

Korrespondentin: Die Aktivisten werden an ihrer Strategie des zivilen Widerstandes festhalten und wollen nun einen Aktionsplan für die kommenden drei Monate vorstellen. Und wenn Enrique Peña Nieto am 1. Dezember das Amt des Präsidenten übernehmen wird, werden seine Gegner Protestaktionen auf öffentlichen Plätzen im ganzen Land durchführen.

Andrés Manuel López Obrador

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