Wirtschaftskrieg gegen Syrien

Sanktionen bremsen den Wiederaufbau - Karin Leukefeld im Interview mit Sabine Kebir
Video: 
weltnetz.tv
Produktion: 
Länge: 
00:29:08
Aufzeichnungsdatum: 
03.05.2019

Über die aktuelle militärische Lage in Syrien sprach Sabine Kebir am 3. Mai 2019 mit Karin Leukefeld, die zwei Tage zuvor aus Damaskus in Beirut eingetroffen war. In Damaskus hatten die Christen ein friedliches Osterfest begehen können, im Grenzgebiet zur Provinz Idlib, in die sie die Rebellen zurückziehen konnten, kam es dagegen während des orthodoxen Osterfests zu Beschuss auf die Orte mit christlicher Bevölkerung. Die syrische und die russische Armee haben mit Bombardements geantwortet. Leukefeld schätzt, dass es an diesem Frontabschnitt bald zu größeren Auseinandersetzungen kommen wird. Unsicher ist zudem, ob sich die USA wie angekündigt, bald aus den Kurdengebieten zurückziehen werden.
Leukefeld spricht auch über einen erneuten israelischen Angriff auf Mililtäreinrichtungen, in denen sich angeblich iranische Streitkräfte befunden haben sollen.

In den befriedeten Gebiete Syriens ist die Mobilität der Bevölkerung kaum noch durch Check-points behindert. Auch sind Reisen in das Kurdengebiet und aus dem Kurdengebiet wieder möglich. Allerdings ist der Krieg der Waffen einem von den USA und der Europäischen Union entfesseltem Wirtschaftskrieg gewichen, der den Wiederaufbau und die Normalisierung der Lebensverhältnisse stark ausbremst. Harte Sanktionen betreffen nicht nur Syrien selbst, sondern drohen auch den Nachbarländern wie Libanon und Jordanien, sollten sie es wagen, mit Syrien Handel zu treiben. Seit kurzem werden auch iranische Tanker, die Öl nach Syrien bringen wollen, im Suezkanal festgehalten, weil Ägypten Sorge hat, dafür sanktioniert zu werden.

Trotzdem kehren sowohl aus dem Libanon als auch aus Jordanien und aus Europa Syrer in ihre Heimat zurück. Die Milliarden, die weltweit „für Syrien“ gesammelt werden, kommen – auf Druck der USA und der EU – jedoch lediglich den Syrern zugute, die sich noch in Flüchtlingslagern aufhalten.

Karin Leukefeld

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