Gaza ist zum Friedhof internationalen Rechts geworden. Tonsern schildert die Lebensrealität von Frauen und Mädchen in Gaza. Die Gesundheitsdienste sind zusammengebrochen und Frauen sind zunehmender geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.
Das Leid der palästinensischen Bevölkerung, in Zelten lebend, zusammengedrängt auf immer weniger Raum, unter ständigen militärischen Angriffen, ist unvorstellbar. Gaza ist zum Friedhof des internationalen Rechts geworden. Martha Tonsern schildert in bewegenden Worten die Lebensrealität von Frauen und Mädchen in Gaza. Ihren ständigen Kampf ums Überleben, ohne Privatsphäre in Zelten lebend, ohne einen Raum für sich, unter chronischem Wassermangel und einem chronischen Mangel an Hygiene und Hygieneartikeln. Die Gesundheitsdienste sind zusammengebrochen und Frauen sind einer zunehmenden geschlechtsspezifischen Gewalt ausgesetzt. „Der eigentlich schlimmste Aspekt dabei ist, dass eigentlich kein Ende in Sicht ist.“
Die Begriffe Femizid und Genozid müssten verknüpft werden, so Martha Tonsern. Das Leid, das Frauen angetan wird, sei weder zufällig noch willkürlich, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Versuchs Israels geworden, die palästinensische Geselllschaft zu zerstören.
Dr. Martha Tonsern ist Mitarbeiterin an der Palästinensischen Botschaft in Wien. Sie lebte mehrere Jahre in Ostjerusalem und im Westjordanland und promovierte über das Thema „Palästinensische Frauen zwischen Besatzung und Patriarchat“.
Die Zoom-Veranstaltung wurde organisiert von der Palästinensischen Gemeinde und der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft Bremen.
Video: Marlies und Sönke Hundt