Die NATO-Strategie gegen die Sowjetunion, später Russland hat sich nicht wesentlich geändert. Wie schafft sie es, sich als Friedensgarant zu inszenieren und doch eine dauerhafte Konfrontationslogik zu pflegen?
Wolfgang Effenberger begann mit 18 Jahren eine Offiziersausbildung bei der Bundeswehr. Nach einem Bauingeneursstudium erhielt er als Pionierhauptmann tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete „atomare Gefechtsfeld“ in Europa. Effenberger verließ die Bundeswehr, studierte in München Politikwissenschaft und publiziert seitdem Bücher und Artikel zur jüngeren deutschen Geschichte und vor allem zur US-Geopolitik. Als Friedensaktivist und Chronist heutiger Geopolitik verfolgt Effenberger nur ein Ziel: Frieden in Freiheit – durch Wahrheit.
In seinem Vortrag am 2. November 2026 in Bremen geht Effenberger der Frage nach: „Die NATO ohne Russlandstrategie? – die letzten 100 Jahre US-amerikanischer Geopolitik“. Die NATO versteht sich als „Verteidigungsbündnis“ – doch von Anfang an brauchte sie einen Gegner. Das war die Sowjetunion, später Russland: vom Kalten Krieg über den Triumph nach dem Zerfall des Warschauer Paktes bis zur massiven Osterweiterung an Russlands Grenze. Wie schafft es dieses Bündnis, sich als Friedensgarant zu inszenieren und doch eine dauerhafte Konfrontationslogik zu pflegen? Die Wandlungen der Russlandstrategie kommen im Vortrag ebenso zur Sprache wie die bisherige ‚Erfolgsbilanz‘ der NATO. Der Vortrag lädt dazu ein, die vertraute Geschichte von der westlichen Sicherheitsordnung noch einmal ganz neu zu lesen: als Geschichte einer Feindschaft, die zum System geworden ist.
Veranstaltet von: Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen e.V.
Moderation: Wolfgang Müller (Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen e.V.)
Video: Marlies und Sönke Hundt (Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen e.V.)