Kein Ende für Assanges Martyrium in Sicht

Fast 7 Jahre ist es nun her seit Julian Assange Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London gesucht hat, um einer Auslieferung der britischen Behörden zu entgehen. Macht er einen Schritt vor die Botschaftstür, wird er umgehend verhaftet und höchst wahrscheinlich an die USA ausgeliefert, wo ihn eine langjährige Gefängnisstrafe oder schlimmeres erwarten würde.
Video: 
Pressenza und weltnetz.tv
Länge: 
00:23:06
Aufzeichnungsdatum: 
09.02.2019

Seit Jahren harrt der Whistleblower Julian Assange in der winzigen Botschaft in London aus. Seit Lenín Moreno Ecuadors Staatsoberhaupt ist, hat sich seine Situation noch weiter verschlimmert. Unter isolationshaftähnlichen Bedingungen hat Assange keinerlei Kontakt mehr zur Außenwelt außer zu seinen Anwälten. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends und die notwendige medizinische Betreuung wird ihm verweigert. Hinzu kommen tägliche Schikanen, die dem WikiLeaks-Gründer das Leben zur Hölle machen sollen.

Reto Thumiger von Pressenza sprach für weltnetz.tv mit Jorge Jurado*, dem ehemaligen Botschafter Ecuadors in Berlin, über Assanges Situation und warum aus Ecuador, dem ehemaligen Retter Assanges, sein größter Peiniger wurde.

* Jorge Jurado war von 2011 – 2016 Botschafter der Republik Ecuador in Berlin. Zuvor war er Wasserwirtschaftsminister, Staatssekretär für Bergbau sowie Direktor für Umweltfragen bei der Stadtverwaltung von Quito. Bis 2004 war Jorge Jurado als Dozent an der Universität San Francisco in Quito und an der Lateinamerikanische Fakultät für Sozialwissenschaften zu verschiedenen Umweltthemen tätig. Er hatte an der Technischen Universität Berlin Energietechnik und Verfahrenstechnik studiert.

Jorge Jurado
Jorge Jurado

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