Die Militarisierung der Gesellschaft zeigt sich in Bundeswehrwerbung an Schulen, der Wiedereinführung der Wehrpflicht und der Vorbereitung des Spannungsfalls. Dieser würde unsere Grundrechte massiv einschränken
Vorgestellt von Karin Leukefeld im Rahmen der Friedenskonferenz des Nürnberger Friedensforums am 31.01.2026 im Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg
Die Regierung setzt auf Aufrüstung und Konflikte statt auf friedliche Lösungen. Wir sollen „kriegstüchtig“ gemacht werden: Ein Sondervermögen und zukünftig 46 % des Bundeshaushalts sollen in Rüstung fließen. Dieses Geld fehlt für Bildung, Gesundheit und Armutsbekämpfung. Die Infrastruktur wird zunehmend militärischen statt zivilen Bedürfnissen untergeordnet. Die Militarisierung der Gesellschaft zeigt sich in Bundeswehrwerbung an Schulen, der Wiedereinführung der Wehrpflicht und der Vorbereitung des Spannungsfalls. Dieser würde unsere Grundrechte massiv einschränken.
Gerade Nürnberg als „Stadt der Menschenrechte“ muss sich klar für den Frieden positionieren. Stattdessen findet hier mit der Enforce Tac die größte Waffenmesse Deutschlands statt.
Diplomatie und Respekt vor der Selbstbestimmung der Völker werden zugunsten einer einseitigen Feindbild-Rhetorik gegen Russland aufgegeben. Wer sich für Frieden ausspricht und Kritik an Waffenlieferungen oder am Genozid in Palästina übt, wird als „Putinversteher“ oder als „antisemitisch“ diffamiert. Gleichzeitig werden durch die Abschottungspolitik und Debatten über das „Stadtbild“ die eigene Mitverantwortung an Fluchtursachen ignoriert und die Gesellschaft gespalten.
Unsere Forderungen:
Wir fordern eine Politik, die auf Frieden, Diplomatie und soziale Gerechtigkeit setzt. Wir wollen FRIEDENSFÄHIG werden für ein gutes Leben aller Menschen.
Diese Erklärung wurde als Meinungsbild zum Abschluss der Konferenz unter Beifall der Anwesenden angenommen.