Keine Angst in Honduras

Weltnetz.tv zeigt den Trailer zum Dokumentarfilm "Quién dijo miedo" der honduranischen Frauenrechtsaktivistin und Filmemacherin Katia Lara.
Video: 
Katia Lara
Produktion: 
INCAA
Länge: 
00:02:08

Der Film zeichnet die Geschichte des Staatsstreiches gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung des mittelamerikanischen Landes vor knapp einem Jahr nach.

Am 28. Juni 2009 sollte in dem kleinen mittelamerikanischen Honduras eine Abstimmung stattfinden. Die Bevölkerung sollte darüber entscheiden, ob eine verfassunggebende Versammlung einberufen wird. Es war ein sehr vorsichtiger Schritt zur demokratischen Reform eines Landes, das von Korruption, Gewalt und Elitenherrschaft geprägt ist. Einem Land, in dem über 70 Prozent der Bevölkerung in Armut leben. Der vorsichtige Versuch zu einem demokratischen Neuanfang sollte zum Desaster werden. In den frühen Morgenstunden putschte die Oberschicht gegen den liberalen Präsidenten Manuel Zelaya Rosales.

Dieser hatte das Vorhaben in der Kampagne leidenschaftlich verteidigt. Man wolle diese Abstimmung, "weil uns das Bestehende nicht gefällt, weil es viel Gewalt gibt, viel Armut und viel Korruption". Wenige Tage nach diesen Worten stürmte ein Elitekommando maskierter und schwer bewaffneter Soldaten die Residenz des Präsidenten in den frühen Morgenstunden, verschleppte ihn und schaffte ihn außer Landes. Seitdem herrschen die Putschisten

Die Filmemacherin Katia Lara zeichnet das Geschehen anhand des Schicksals von René nach. Der junge Laienschauspieler hatte in den Werbespots der Regierung Zelaya für die Abstimmung mitgespielt. Wie tausende Landsleute schloss er sich nach dem Staatsstreich, der bislang hunderte Menschen das Leben kostete, der Widerstandsfront an. Die Dreharbeiten, sagt Lara im Rückbick, seien gleichsam ein "schmerzvoller Prozess des Wiedererlebens" gewesen.

Dokumentarfilm "Quién dijo miedo"

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